Northern Territory - Darwin:

In Darwin angekommen bleibt gerade Zeit für einen klein wenig Shopping. Einen Hut brauche ich hier. Kühle 30 Grad (es ist Winter!) und ohne Ende Sonne. In einem Laden mit allen Dingen, die die Welt nicht braucht, finde ich meinen Hut. Dunkel grün, wabbelig und mit einem Tarnmuster. :-))


Kakadu National Park:

Nach fast 200 km Fahrt mit dem Bus erreichen wir ein bergiges Gebiet mit Höhlen und Wandmalereien. Alte Geschichten von den Aborigines gezeichnet sind zu sehen. Je länger du hinschaust, desto mehr offenbaren sie sich dir und nehmen dich gefangen. Manche mögen tausende von Jahren alt sein.

Wandmalerei - Northern Territory - Kakadu National Park


Nach dem erklimmen eines Hügels hat man einen fantastischen Blick über das Tal und die zerklüftete Hügellandschaft, atemberaubend.

Hügellandschaft - Northern Territory - Kakadu National Park


Der Park gehört den Aborigines und wird von ihnen bewohnt.

Mit dem Boot werden wir über einen Fluss an eine Stelle mit Krokodilen gefahren. Exemplare in verschiedenen Größen sind zu bewundern, bis zu 5,5 Meter lang.

Krokodil - Northern Territory - Kakadu National Park


Später zeigt ein Begleiter, wie Speere zum Jagen benutzt werden. Ein Speer mit Widerhaken dient zur Bestrafung. Die haben harte Sitten. Beachtet jemand die Regeln nicht, wird er sofort körperlich hart bestraft.

Aborigine Speere - Northern Territory - Kakadu National Park


Übernachtet wird heute mal nicht in einem 5 Sterne Hotel ;-)) Ein Zelt muss in den nächsten vier Nächten reichen. Kaum setzt die Dämmerung ein, hörst du nur noch die Stimmen der Nacht. Ein Rascheln, das Rauschen der Bäume, exotische Vogelstimmen, Schreie. Wow!

Nebenbei: Wer Blutsauger mag, für den ist die Tour genau richtig. Ich hasse diese „blood sucking insects“.

An Termitenhügeln stoppten wir. Die Dinger haben keine Löcher, wenn der Bau lebt. Nur ein verlassener Bau hat Löcher. Termiten sind übrigens deutlich kleiner als Ameisen.

Termitenhügel - Northern Territory - Kakadu National Park


Gunlom:

Ein Wasserfall mit mehreren Pools lud zum Schwimmen ein. Ich hatte mir vorgenommen auf den Gipfel zu klettern ;-) Eine Stunde später hatte ich es geschafft und wurde mit einem tollen Ausblick belohnt. Oben lief das Wasser über Stufen und weiteren Pools den Berg herunter, um dann in die Tiefe zu stürzen.

Gunlom Falls - Northern Territory - Gunlom
Gunlom Falls - Northern Territory - Gunlom


Nebenbei: Drei Liter Wasser muss man hier mindestens am Tag trinken.

Wir pausierten an einem weiteren Wasserfall mit einem See. Ab 07:00 pm werden die Krokodile gefüttert, die dort leben. Wer dann noch im Wasser ist, wird gefressen ;-)

In der Nähe von Katherine lag unser Camp.

Hätte ich fast vergessen, beim Duschen bekam ich Besuch von zwei grünen Gesellen :-)) Frösche. Die Sitzen nachts unter dem Klo-Deckel, echt. Da musst du erst genau hinsehen, bevor du dich setzt.

 

Nitmiluk National Park:

In den Bäumen am Bootsteg wimmelte es von Fledermäusen.

Fledermäuse - Northern Territory - Nitmiluk National Park

 

Mit dem Boot fuhren wir auf einen schmalen Fluss, der sich tief in die Felsen gegraben hat. Immer neue Felsformationen mit einer orange-roten und schwarzen Färbung waren zu bestaunen. Die Erosion durch Wind und Wetter hat das ihrige getan. Bäume fanden halt auf dem nackten Felsen und strecken ihre Wurzel tief ins Wasser. Interessante Höhlen und andere Formationen sind über die Jahrtausende entstanden. Einzelne Höhlen sind von Fledermäusen bevölkert.

Bootsfahrt durch die Sandsteinschlucht - Northern Territory - Nitmiluk National Park

 

An einer „heißen“ Quelle (gerade mal 30 Grad) in Katherine machten wir Pause.

Eine uralte Kneipe - Grove Hill - mit allerlei Kram, der mehr als 100 Jahre nicht berührt wurde, stand zur Besichtigung an. Direkt an der Kneipe führt die berühmte „Ghan“-Bahnlinie vorbei. Sie nimmt ihren Weg immer geradeaus von Adelaide nach Darwin.

Hotel, Kneipe und Museum - Northern Territory - Grove Hill
Hotel, Kneipe und Museum - Northern Territory - Grove Hill

 

Abends erreichten wir das Camp. Es ähnelte einem Bauernhof. Rinder und Pferde standen auf den Feldern. Eine besonders zutrauliche Kuh bekam Brot. Irgendwie fand sie meine Kamera interessant und ich sah durch den Sucher nur noch wie eine Schnauze und eine lange Zunge auf mich zukam :-)).

Kuh - Northern Territory - Outback

 

Große Rauchschwaden verdunkelten den Himmel. Das ist hier normal, dass hier Feuer gelegt wird, um das Gras zwischen den Bäumen abzubrennen.

Buschbrand - Northern Territory - Outback

 

Rückweg nach Darwin:

Sonnenaufgänge sind im Outback etwas Besonderes. Du siehst ein dunkles Rot am Horizont aufsteigen. Es frisst sich immer mehr in den Himmel. Später kommt ein dunkles Blau hinzu. Minütlich ändern sich die Farben, werden heller, bis sie ausgeblichen sind und das Schauspiel sein Ende gefunden hat.

Sonnenaufgang - Northern Territory - Outback

 

Lichfield National Park:

Heute ist Badetag! Wir sind im Lichfield National Park und fahren von einem Wasserfall - Wangi Falls, Florence Falls ... - zum nächsten. Davor haben sich Becken (Pools) gebildet, in denen man schwimmen kann. Beim letzten Stopp war der Wasserlauf flacher, dafür gab es mehrere Becken hintereinander. Die Becken sind bis zu 6 Meter tief. Einige mutige sprangen vom Rand ins Wasser.

Wangi Falls - Northern Territory - Lichfield National Park

 

Kurz vor unserer Abfahrt kam mir ein gelber, offener Touristen-Truck entgegen. Nur Mädels drin. Die Mädels rissen die Arme hoch und jubelten mir zu.

Litchfield-Safaris - Northern Territory - Lichfield National Park

 

Die Tour geht ihrem Ende zu. Wir halten noch kurz an, um einen Kaffee in der 303-Bar zu trinken. Von weitem höre ich schon einen schweren Blues aus den Lautsprechern „tropfen", ein echt guter Sound. Dann kommen ein paar Rock-Titel, hier könnte ich länger sitzen bleiben.

Northern Territory - 303 Bar - Adelaide River Inn Pub and Bistro

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